Gelddesign mit infografischem Ansatz

Geschrieben von Thorsten Ulmer am 10. März 2010 | Abgelegt unter Sonstiges

Vor kurzem war ich in London und musste nach längerer Zeit wieder mit “Nicht-Euro-Geld” umgehen. Ich stand an der Kasse wie kurzsichtig (also wesentlich schlimmer als es tatsächlich ist) und hab jede einzelne Münze vor dem Bezahlen auf Ihren Wert untersucht. Einen Tag später, mit etwas mehr Erfahrung ging’s dann bereits besser.

Trotzdem finde ich den Ansatz von “Mac” Funamizu sehr spannend. Ganz einfach weil er in eine andere Richtung denkt. Er hat ein fiktives Konzept für Gelddesgin entwickelt, das quasi selbsterklärend funktioniert. Außerdem lässt sich das Geld wegen der besonderen Haptik auch von Sehbehinderten leichter benutzen.

Sicher kann man sich darüber streiten, ob das Konzept markttauglich ist. Aber ich denke es animiert dazu zumindest immer mal wieder sogenannte Standards zu hinterfragen.

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Quelle: http://petitinvention.wordpress.com/2009/12/08/infographic-coins/

Facebook: Freund oder Fan. Macht das einen Unterschied?

Geschrieben von Thorsten Ulmer am 24. Februar 2010 | Abgelegt unter Social Media

Eben habe ich einen Tweet von unserer Familienministerin Kristina Schröder gelesen. Hier schreibt sie: „4984 Freunde bei Facebook, 5000 sind möglich. Habe daher eine Fanseite angelegt.“

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Hier stellt sich mir eine Frage, über die ich immer wieder nachdenke. Ist es ein Unterschied ob ich von jemand Fan oder Freund auf Facebook bin? Oder ist diese Überlegung überflüssig, weil das Mittel ja nur dem Zweck dient? Ich bin mit demjenigen in Kontakt und habe die Möglichkeit mit ihm auszutauschen. Seine Nachrichten zu lesen. Mich näher zu informieren.

Ich persönlich mache sehr wohl einen Unterscheid zwischen Freund und Fan. Denn Fan sein bedeutet, dass ich im besten Fall bewundere was dieser Mensch, diese Organisation oder diese Band macht. Zumindest aber hinterlässt es einen bleibenden Eindruck. Daher bin ich auf Facebook Fan von Metallica oder dem guten alten Lemmy.

Aber ich bin definitiv kein Fan von Kristina Schröder. Ich bin kein Fan von überhaupt einem Politiker. Das hat aber ganz und gar nichts mit Politikverdrossenheit zu tun. Ich bin sehr wohl an Politik interessiert. Aber zum Fan reicht es nicht. Ich denke, das funktioniert in Amerika evtl. besser, wo Politiker teilweise wie Popstars gefeiert werden.

Von der Mechanik her ist Fan werden ja sogar einfacher. Ein Klick und schon bin ich Fan. Als Freund muss ich bestätigt werden. Die Frage die sich also stellt ist, ob die Hemmschwelle im Allgemeinen höher ist ein Fan zu werden als ein Freund zu sein. Und ob bei so einem Switch als Folge dessen die Gefahr besteht “Reichweite” zu verlieren.

Rundflug vom 11.02.2010

Geschrieben von Thorsten Ulmer am 11. Februar 2010 | Abgelegt unter Rundflug

Appstory.tv – Your Videoguide on Apps

The Fukuoka Project

Facebook Groups Vs Pages: The Definitive Guide

Was kostet eine Landingpage?

Wann Unternehmen twittern sollten – und wann nicht

Neuroscience and Free Will

Björn Ognibeni über Thesen gegen Social Media (Good School Seminar)

How-To: Social Media ROI ermitteln

Awesome Gadgets for Designers

Facebook: Nutzerzahlen Österreich, Schweiz und Luxemburg (Februar 2010)

Google Buzz: erhält Facebook Konkurrenz von Google?

Google Buzz oder Die nächste Innovation lauert beim Inhalt

Projektmanagement Tools zum Nulltarif

Flaek: Marken- und Produktentwicklung im Web

Geschrieben von Thorsten Ulmer am 8. Februar 2010 | Abgelegt unter Marketing und PR

“Pornös, meine Herren”. So begrüßt mich die Webseite der Marke flaek.
Aufmerksam wurde ich auf dieses spannende Projekt in der neuen PAGE.

Hier wird nun einmal das getan, worüber auf verschiedensten Plattformen allzuoft theoretisiert wird. Die komplette Marken- und Produktentwicklung wurde und wird auf Basis von Kommentaren, Blog-Postings, Facebook- und Twitter-Beiträgen betrieben. Als den Artikel in der PAGE las musste ich an Martin Oetting denken. Und natürlich findet sich bei ihm im Blog bereits ein Posting auf dem die Gründer die Geschichte grob erklären. Daher möchte ich aus diesem Posting zitieren.

Fleak ist das Ergebnis einer Abschlussarbeit im Bereich Mediendesign. Die Gründer Oliver Baumgart und Sven Matschinsky haben sich hier zur Aufgabe gemacht eine Marke vom Start weg aufzubauen. Und zwar von Beginn an unter Einbezug des Feedbacks von “außen”.

Es war von Anfang an klar für uns, unsere Marke nicht im stillen Kämmerchen zu entwickeln. Für den gewohnten Weg in Form von Produktdesign hinter verschlossenen Türen, Marktanalysen und großem Werbe-Spektakel für den Kopfsprung in den Markt war weder Überzeugung, Budget, noch Zeit vorhanden. Wir wollten stattdessen so weiter machen wie bisher: als Sneaker-Fan mit anderen kommunizieren und diskutieren, nur dieses Mal über das eigene Label.

Der gesamte Prozess, von Namensfindung über Kommunikationskonzept, Produktdesign, Verpackungsgestaltung und Corporate Design konnte zusätzlich über Twitter und Facebook verfolgt werden.

Feedback und Ideen von Lesern inspirierten unsere Namensgebung gleichermaßen wie unsere Gestaltung.

Das persönliche Gespräch wurde über die Markenidentität hinaus zum gestalterischen Leitfaden und prägte nahezu jede Ebene des Gestaltungsprozesses, was für uns als Designer natürlich besonders interessant war.

Eine riesen Idee finde ich, Leserkommentare auf Anzeigen und Plakaten einzusetzen:

Flaek Poster

Wenn das mal nicht authentisch ist. Es hebt sich einfach ab von der üblichen “Wir sind cool”-Kommunikation sonstiger Marken aus diesem Bereich. Auffällig und eben auch eine User-Idee ist die Perspektive auf den Plakaten. Eben aus Sicht des Trägers.
Ich bin jedenfalls schwer begeistert von der Geschichte und ich hoffe, dass die Dinger auch tatsächlich in Produktion gehen. Ich nehm dann auf jeden Fall ein Paar! ;-)

Ach ja und zum Schluss:

Es geht nicht darum, mit der nächsten, breit angelegten Social-Media-Marketing-Aktion Nutzer wie Viehherden zu Interaktion und User Generated Content zu treiben. Manchmal reicht es aus, ehrlich und persönlich mit Marken- und Produktinteressenten anstatt mit “Zielgruppen” zu sprechen.

Pornöser hätte ich es nicht ausdrücken können! ;-)

Zwei tolle eBooks zum Thema Marketing und PR

Geschrieben von Thorsten Ulmer am 3. Februar 2010 | Abgelegt unter Marketing und PR

Wie viel hochwertiges KnowHow im Internet für lau angeboten wird ist zwischenzeitlich ja wirklich Wahnsinn. Und den Aufwand, den die betreffenden Personen betreiben kann man nicht hoch genug einschätzen. Die Aufmerksamkeit sei Ihnen dafür von Herzen gegönnt! Auf zwei wirklich wertvolle eBooks zum Thema Marketing und PR möchte ich hier hinweisen.

Handbuch Kundennutzen – Erfolgreich vermarkten und verkaufen von Kerstin Hoffmann.

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Kerstin hat im Rahmen einer Blogparade dazu aufgerufen zum Thema zu schreiben. Herausgekommen ist Expertenrat und Best Practice von 39 Trainern, Beratern und Unternehmern.
Hier gehts direkt zum PDF-Download.
Hier gehts zum Blog-Eintrag.

24 schmackhafte Ideen und Impulse, Experten-Tipps und Best-Practice-Beispiele für mehr Würze im Marketing von Heide Liebmann

eBook

Ebenfalls über eine Blogparade sind 24 Texte mit Tipps und Hinweise und Best-Practice-Ideen entstanden.
Hier gehts direkt zum PDF-Download.
Hier gehts zum Blog-Eintrag.

Google Browser Size

Geschrieben von Thorsten Ulmer am 2. Februar 2010 | Abgelegt unter Webdesign

Googles neues Produkt aus den Laboren heißt “Browser Size”. Mit Hilfe von Browser Size läßt sich ermitteln welche Bereiche einer Website, basierend auf der Größe der Browserfenster, von den Besuchern tatsächlich wahrgenommen werden. Im dazugehörigen Blog-Eintrag findet sich übrigens auch eine kurze Erklärung dazu, wie das Dingen technisch realisiert wurde.

Nach der Eingabe der URL bietet das Tool über eine etwas gewöhnungsbedürftige halbtransparente Grafik die Möglichkeit zu sehen welche Bereiche der Seite in welcher Pixelbreite oder -höhe sichtbar ist. Nun, das ist auch noch mit einem Bildschirmlineal zu erreichen. Interessant ist aber, dass außerdem eine Einschätzung abgegeben wird welcher Anteil der Websurfer bestimmte Seitenelemente in einem bestimmten Bereich ohne zu scrollen findet. Nun bin ich davon überzeugt, dass sich das vertikale Scrollen zwischenzeitlich im Verhalten des Otto Normal Surfers definitiv durchgesetzt hat. Sätze wie “Scrollen sollten wir vermeiden” habe ich jedenfalls schon Jahre nicht mehr gehört. Und horizontales Scrollen ist seit je her indiskutabel. Trotzdem kann es für eine Seite relevant sein, bestimmte Inhalte, wie einen Download-Button, direkt ohne “Zugangshindernisse” erreichbar zu machen. Als Datenbasis für die Einschätzung dienen übrigens die Besucher von google.com, deren Browser-Fenstergrößen gesammelt und analysiert wurden.

Beispiel: focus.de
browsersize

Schwächen…
… hat dieses Tool meiner Meinung nach ein zwei Ecken.
Erstens eignet es sich nur sehr suboptimal für Webseiten, die zentriert dargestellt werden. Meine meine eigene übrigens.

Beispiel: thorsten-ulmer.de
Browsersize bei Zentrierung

Hier kann man sich aber behelfen, indem man die Fenstergröße entsprechend anpasst, dass das Layout der Seite am linken Rand “klebt”. Was meiner Meinung nach gar nicht geht, sind Liquid Designs. Also Layouts die sich dynamisch der Fensterbreite anpassen. War ja vor einigen Jahren einer DER Trends.

Browser Size ist übrigens ein sog. 20-%-Projekt. Google-Mitarbeiter haben in diesem Rahmen die Möglichkeit 20% ihrer Arbeitszeit vollkommen frei für die Forschung und Entwicklung beliebiger Projekte einzusetzen.

Ein Plädoyer für Achtsamkeit

Geschrieben von Thorsten Ulmer am 8. Januar 2010 | Abgelegt unter Sonstiges

Zum Start des neuen Jahres und als ersten Post in 2010 möchte ich etwas abseits von Social Web und Marketing thematisieren.

Ich hatte im vergangenen Jahr die Möglichkeit an einem Kurs im Bereich Körperwahrnehmung teilzunehmen. Ich erinnere mich noch sehr gut an die erste Frage: „Herr Ulmer, wie gehen Sie mit Ihrem Körper um?“ Ich hatte nicht die leiseste Ahnung was mit dieser Frage gemeint ist, geschweige denn was ich darauf antworten sollte.

Im Laufe des Seminars wurde es aber immer klarer. Die Frage lautet übersetzt: Nehmen wir die Signale unseres Körpers wahr? Und wenn ja, hören wir auf sie? Ignorieren wir sie, so gut es geht? Und wenn ja, warum? Ich denke, dass wir sehr aufmerksam sein und genau darauf achten sollten. Denn wir haben nur diesen einen Körper. Wir merken das spätestens dann, wenn er streikt. Bei einer Grippe, einem eingeklemmten Nerv. Der Körper hat immer das letzte Wort.

Gerade bei uns Internet- und Marketing-Leuten ist diese Gefahr die Signale zu missachten ziemlich groß. Der ständige Druck, die Deadlines, die Termine. Da vergisst man vielleicht gern mal, dass man außer drei Tassen Kaffee und der einen Brezel auf dem Weg zur Arbeit noch nichts zu sich genommen hat. Kommen die Magenschmerzen vielleicht da her? Egal. Keine Zeit darüber nach zu denken. Das wird schon wieder.

Ich möchte mit diesem Eintrag ein Plädoyer halten für Achtsamkeit. Achtet auf Euch! Achtet auf die Signale Eures Körpers und nehmt sie wahr! Fragt Euch möglichst jeden Tag ganz bewusst: Wie geht es mir? Und nehmt nicht erst frei, wenn es fünf vor zwölf ist.

Gerade in Krisenzeiten in denen von immer weniger Menschen immer mehr verlangt wird, ist es so wichtig inne zuhalten und bei sich selbst zu sein. Wenigstens fünf Minuten am Tag.

Update14.01.2010:
Ein lesenswerter Beitrag zum Thema von der Berliner Psychologin Birgit Permantier auf dem Blog “Die Karrierebibel”.

Rundflug vom 10.12.2009

Geschrieben von Thorsten Ulmer am 10. Dezember 2009 | Abgelegt unter Rundflug

Geht es Euch auch so? Man wird über Twitter, Blogs, Newsletter usw. jeden Tag auf unzählige spannende Posts aufmerksam gemacht. Ich öffne diese alle in einem neuen Tab und nehme mir vor das alles zu lesen wenn Zeit ist. Nach einigen Tagen habe ich 30 Tabs offen und nur einen Bruchteil gelesen.
Auf meinem alten Blog habe ich unter der Rubrik “Rundflug – Das (Un)Wichtigste in Kürze” Artikel und Posts verlinkt, die ich spannend und interessant finde. Diese Tradition möchte ich im Rahmen meines neuen Blogs fortführen.

Publizieren fürs Mobile Web – Grundlagen

Studie: 60% Prozent der größten Marken in Deutschland nutzen aktiv Social Media

Was wird 2010 im Bereich Social Media passieren?

Social Media: Erst die Botschaft, dann die Kanäle

Social Media: Spielregeln im sozialen Netz

Eight ways to kill an idea

How to Monitor Your Brand on Social Media

Markenprofis stolpern ins Mitmach-Netz

Die bedrohte Elite

Ganz konkret: Ihr Kommunikations-Fahrplan für das kommende Jahr

Ein Fest für Ihren Geldbeutel? Danke, jetzt nicht!

Geschrieben von Thorsten Ulmer am 9. Dezember 2009 | Abgelegt unter Internet

Eben wollte ich – nach Klick auf einen Link im W&V-Newsletter – kurz über Googles neues Angebot “Goggles” nachlesen.
Was springt mir entgegen? Ein schwarzer Screen komplett über den ganzen Bildschirm, der mir ein Werbevideo aufdrängt:

adscale

Ich will jetzt nicht die vier Millionste Diskussion über Push-Marketing, Online-Marketing und Banner-Werbung aufmachen. Aber MICH NERVT ES EINFACH!
Warum versteht ihr es nicht? Wenn ich auf einen Link zu einem Thema klicke, dann möchte ich Informationen über dieses Thema haben! Und nicht über “ein Fest für meinen Geldbeutel”. Eher das Gegenteil wird erreicht. Wenn ich diese Werbung das nächste mal in irgendeinem anderen Medium oder Zusammenhang sehe, werde ich mich an den Ärger von eben erinnern.
Da klingt das Versprechen von Adscale, die diesen Mist anbieten doch wie Hohn:

Sie sind Advertiser und wollen den bestmöglichen Traffic auf Ihrer Website?
AdScale bietet die optimale Lösung für Ihre zielgenaue Onlinekampagne!

Zielgenau bedeutet im Wortsinn: genau ins Ziel. Ich frage mich, wie oft das erreicht wird.

“Zeitung?” Stranger Name…

Geschrieben von Thorsten Ulmer am 7. Dezember 2009 | Abgelegt unter Internet

„Check mal ab ob der Sales-Manager available is! Wir brachen die Notes noch vor dem Pitching. Sonst können wir onpacking.“
Eben im Buenalog gefunden. Leider scheint diese Perle vor etwas humorlosen Verlegern zu spielen. Trotzdem oder gerade deshalb absolut sehenswert!

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