Wichtig: Ist natürlich nicht die ganze Präsi, sondern das, was ich mitschreiben konnte
- Ziel/Vorgabe zum Start: Pro Werktag ein Blogpost
- 160.000 Unique Users pro Monat kurz vor dem Verkauf
- Heute: 2-3 Blogposts pro Tag
- AdEinnahmen vor dem Verkauf: Nettes Taschengeld („man konnte damit seine private Krankenversicherung zahlen“)
- Das Blog hat vorher und generiert auch jetzt Kunden für die beiden
- Vorher wollten einige Agenturen das Blog kaufen und Jens und Phillip aus Berater haben. Das wollten die beiden aber nicht.
- Dann kam eine Anfrage von WebMediaBrands
- Preisverhandlungen waren ok, Preis war ok.
- Dann aber kam der Vertrag und die Rücksprache mit dem Anwalt
- Hier kam ein Tiefpunkt, weil laut Anwalt viele MustHaves fehlten
- Es folgten vier verschiedene Vertragsentwürfe, bis es für beide Seiten passte.
- Tipp: Niemals etwas in die USA verkaufen ohne Anwalt und Steuerberater
- Umfeld Recherche: Von dem wird man da eigentlich gekauft? Was haben die sonst so gekauft? Gibt es öffentliche Price-Tags?
- Strategische Weiterentwicklung abklären: Was wird in Zukunft mit dem eigenen Baby passieren?
- Zukünftiges Involvement und Mitspracherecht: Wie ist man selbst in Zukunft eingebunden und was darf man noch bestimmen
- Genaue Aufgaben: Qualität/Quantität
- Jens und Philipp sind jetzt nicht mehr Eigentümer aber Betreiber
- Was verkauft man da eigentlich? Das Blog! Das ist aber nicht so einfach. Domain? Geht nicht. GmbH? Gibt es nicht. FacebookPage: Darf man nicht.
- Wie steht es mit dem Problem dass Facebook alle Domains mit „facebook“ im Namen abmahnt? „Unsere amerikanische Mutter sagt: Wir sind save.“
- Tipp: Vertragsort Deutschland. Gerichtsstand: Deutschland.
- Weiteres Problem: Was passiert mit den migeloggten Nutzungsdaten der Kommentare? In diesem Fall wurden die Daten gelöscht (Logfiles,…), die Kommentare blieben
- Bilder: nur Creative Commons. Es wurden alle Bilder gelöscht, wo die Nutzungsrechte nicht klar waren
- Zeitspanne von der ersten Mail bis zum Verkauf: 2 Monate
Videos im Internetmarketing – Und warum Imagefilme doof sind von H. Luehrsen
Wichtig: Ist natürlich nicht die ganze Präsi, sondern das, was ich mitschreiben konnte
- Imagefilme im Web dienen der Präsentation des Unternehmens.
- Langatmige Erzählweise, altbacken.
Beispiel für WostCase: Euroweb
Wie man Videos einsetzen sollte:
- Zieldefinition: Was will ich mit dem Video erreichen? (Neukundenakquise, Nutzertraining, Bestandskundenpflege)
- Wahl der Erzählweise: Wie soll die Message transportiert werden? (Unterhaltung, Produktpräsentation, Information,…)
- Gedanken zum Umfeld: Wo soll das Video präsentiert werden?
GoodCase: Wildfire
Good Case: Unterhaltung/Information:
Low-Budget-Marketing-Video mit mit 22 Mio Views? Bitte!
(Es entsteht eine interessante Diskussion: Verschiedene Teilnehmer fragen, ob es nicht die eigene Lebensqualität einschränkt, wenn man ständig seine Körperfunktionen überwacht und so unbewusst sein Verhalten ändert. Hört man nicht mehr auf seinen Körper, sondern nur noch auf die ausgewerteten Daten und Fakten? Biologie ist komplizierter als Sensoren. Befürworter des Themas sehen die Tools nur als Zusatz nicht als Ersatz.)
Wichtig: Ist natürlich nicht die ganze Präsi, sondern das, was ich mitschreiben konnte
- Qualität erhöht Glaubwürdigkeit
- Motivation steigt den Inhalt zu sharen/zu verlinken
- Leseverhalten online:
Skimmen: Den Text überfliegen
Scannen: Text bewerten nach relevantem Inhalt
Lesen: Ganzen Text aufnehmen
- Wie viel wird aufgenommen:
Skimmen: < 25%
Scannen: < 500 Worte/Minute
Lesen: 250 Worte/Minute
- Je mehr Worte desto weniger wird gelesen
- Im Schnitt werden nur 28% der Worte gelesen
- 100 Worte = 60%. Ab 300 Worte nimmt es rapiede ab.
- Nur 16% der Leser lesen am Monitor einen Text vollständig
Besser schreiben
- Qualität ist lernbar
- Techniken zur Ideenfindung: Brainstorming, WorldCafe, 6-3-5-Methode
- Techniken zur Entwicklung von Texten: Gedanken in Mindmap ordnen
Schreibprozess
- Ideen sammeln in Stichworten (keywords)
- Runterschreiben, raushauen. Länge und Stil erst mal egal.
- Pinkelpause machen. Distanz ist wichtig.
- Lesen: Ist der Gedankengang plausibel? Hakt es beim Lesen? Stil optimieren. Streichen
- Absätze. Zwischenüberschriften.
- Intro (140 Zeichen) und Überschrift (SEO)
- Schlusskorrektur
Stil optimieren
- Inhalt: Wer, was, wann, wo, warum, wie?
- Kurze knackige Hauptsätze. Schachtelsätze vermeiden.
- Steigerungsformen sparsam verwenden
- Starke Werben verwenden (die Aktion ist im Verb selbst)
>> Bsp: “Selbst wenn ich die Augen schließe schmerzt der Kopf”
- kein Wort zweimal verwenden. Synonyme verwenden.
- Techn. Infos als Aufzählung
- Keine Abkürzungen, Zahlen 1 bis 12 und 100 ausschreiben
- Keine Füllworte: auch, bereits, jedoch.
- Keine Verkettungen mit “und”
Ganz kurz zur Einleitung, falls noch jemand nicht wissen sollte worum es geht:
Die ING-DiBa folgenden Werbespot geschaltet:
Dieser erfreute sich auf den verschiedenen sozialen Netzwerken großer Beliebtheit und wurde ordentlich geteilt und verbreitet.
Nach einigen Tagen aber häuften sich auf der Facebook-Seite der ING-DiBa die Beschwerden von Vegetariern und Veganern über den Spot und drohten ihre Konten zu kündigen. Mittlerweile hat sich diese Angelegenheit zu einem regelrechten Krieg um Toleranz, Egoismus, Selbstbestimmung und Ausbeutung entwickelt.
Nun schaue ich auf diese Geschichte aus dreierlei Sichtweisen. Ich bin Konsument. Ich bin beruflich im Umfeld von Social Media tätig. Ich bin Vegetarier.
Aus Konsumentensicht…
… und als jemand der 10 Jahre seines Lebens in Marketingabteilungen und Agenturen zugebracht hat, finde ich den Sport nicht sonderlich originell. Die Story wird schön erzählt, der Spot ist gut geschnitten. Passt schon. Aber das kommunikative Ziel ist mir nicht klar. Sicherlich stand im Briefing so etwas wie “Die Marke muss emotional aufgeladen werden”. Aber hey, was passiert denn da? Ein Basketball-Star kommt in die Metzgerei seiner Kindheit, alle freuen sich, er sieht seine (im übelsten Fleischerei-Fachverkäuferinnen-Klischee dargestellte) Jugendliebe, er bekommt ein Rädchen Wurst geschenkt und erinnert sich an seine Kindheit.
Und jetzt? Warum soll ich jetzt Kunde bei denen werden? Der am Ende hergestellte Zusammenhang “Wenn Du einfach mehr bekommst…” wirkt doch eher bemüht, die Story noch mit den Produktvorteilen zu verknüpfen. Emotionale Aufladung hin oder her. Ich find das nicht so dolle.
Aus Sicht eines Social Media Beraters…
… ist das im Prinzip ein Shitstorm von vielen. Die Mechanismen sind ja meist sehr ähnlich.
Allerdings wird ING-DiBa sicherlich recht unvorbereitet getroffen. Denn ich denke auch mit einem guten Monitoring hätte das Unternehmen diese Entwicklung nicht voraus sehen können. Ein weiteres Problem: Es geht um ein hochemotionales Thema, das das Unternehmen nicht ursächlich verschuldete. Ähnlich wie vor einiger Zeit bei Adidas.
Im Moment scheint man bei ING-DiBa entspannt zu beobachten und das Problem aussitzen zu wollen. Die einzige Reaktion des Unternehmens war bisher ein Hinweis mit folgendem Wortlaut:
Würde ich das Unternehmen beraten hätte ich die Diskussion zwischenzeitlich kanalisiert. Denn das Unternehmen hat es derzeit sehr schwer seine eignen Nachrichten zu platzieren, da diese nach 20 Minuten im Wust der User-Statusmeldungen untergegangen sind. Das kann nicht Ziel einer Unternehmenspräsenz in einem sozialen Netzwerk sein.
Mein Ansatz wäre: Solange eine fruchtbare und auch gern emotionale Diskussion möglich und nötig ist würde ich diese laufen lassen, ein klares Statement abgeben und moderierend eingreifen. Zu einem Zeitpunkt wie diesem, in dem es fast nur noch um Provokation und unsachliche Beleidigungen geht, würde ich die Diskussion wie gesagt kanalisieren, um die Pinnwand wieder frei für echte Kommunikation zu machen. Möglichkeiten sind ein eigenes Tab auf das für die Diskussion verwiesen wird. Sofern ein Blog existiert, besteht die Möglichkeit auch hier einen eigenen Post als Diskussionsplattform anzubieten. Wichtig ist: Statusmeldungen nicht ohne Vorwarnung löschen, sondern das Vorgehen erläutern und eine alternative Diskussionsplattform anbieten.
Der Vegetarier in mir…
ist traurig. Weil mich das Lesen all dieser Einträge an Zeiten erinnert, die ich überwunden hoffte. Ich bin jemand der sich sehr gern mit Menschen unterhält. Andere Meinungen einholt, dadurch seinen Horizont erweitert, diskutiert, auch mal emotional streitet. Was ich nicht ab kann sind Pauschalisierungen, Klischees und blinde Provokation. Und um nichts anderes geht es seit Tagen auf der Seite von ING-DiBa.
Menschen die Fleisch essen sind egoistische mitleidlose “Leichenfresser”. Vegetarier sind humorlose radikale “Blumenfutterer”.
Was für ein Mist.
Update (17.01.12)
Am 11.01.12 wollte die ING-Diba laut Unternehmenssprecher André Kauselmann im W&V-Interview “nichts zensieren. Denn die Attraktivität des Postens auf unserer Seite liegt in ihrer hohen Visibilität.”
Seit heute bewertet man das Thema dort offensichtlich anders. Ab sofort werden alle Meldungen zu besagtem Thema gelöscht. Allerdings besteht natürlich weiterhin Diskussionsmöglichkeit in den bestehenden Threads, auf die explizit hingewiesen wird. Diese Meldung wurde vor einer Stunde auf der Facebook-Page der ING-Diba veröffentlicht:
Im Prinzip entspricht das dem Vorgehen, das ich oben vorgeschlagen hatte. Von daher ist meine Einschätzung zu diesem Vorgehen hier hinfällig.
Bei den Kollegen von allfacebook.de habe ich folgende Infografik gefunden. Sie zeigt einige interessante Daten zu einem durchschnittlichen Tag auf Facebook. Überrascht war ich doch vom recht niedrigen Wert von 15% täglicher Statusupdates. Immerhin aktualisieren 56% der Nutzer ihren Status einmal die Woche. Ebenfalls interessant: Das Durchschnittsalter. Laut dieser Infografik 38 Jahre. Die durchschnittliche Zahl der Freunde ist offensichtlich recht stark gestiegen. Bisher ging ich noch von 130 aus. Klar ist aber, dass der Wert mit der Zeit steigen wird.
Ansonsten viel Spaß mit der neuen Infografik!
Mathias Eigl ist Student der Hochschule Neu-Ulm und wagt derzeit ein spannendes Experiment. Er versucht einen Monat lang fast ohne Eigentum nur mit Hilfe seiner digitalen Kontakte zu leben. Dieses “digitale Experiment” verschlägt ihn jede Nacht an einen anderen Ort. Eben an jenen, der ihm von seinen Facebook-Freunden angeboten wird. Das kann vom bequemen Hotelbett, über eine LKW-Koje bis zu einem Schaufenster führen. Seine Erlebnisse kann jeder auf seiner Facebook-Page mitverfolgen. Matthias hat mich in der Ulmer Innenstadt auf ein kleines Interview getroffen.
In loser Reihenfolge möchte ich ab sofort auf meinem Blog ein bisschen in die Zukunft des Internets schauen. Beginnen werde ich heute mit dem Thema Location Based Social Media.
Wie der Name schon sagt verbindet dieser Bereich die Themen Location Based Services mit dem Social Web. Wenn man’s genau nimmt, passiert das ja bereits ständig auf Facbook Places und die Verbindung von Foursquare beispielsweise mit Twitter. Etwas weiter treiben das diese beiden Beispiele, die ich alle beim altbekannten Podpimp gefunden habe, dessen Podcasts mir regelmäßig längere Autofahrten versüßen:
CitySense Location data is everywhere. Cars, buses, taxis, mobile phones, cameras, and personal navigation devices all beacon their locations thanks to network-connected positioning technologies such as GPS, WiFi and cell tower triangulation. Millions of consumers and businesses use location-enabled devices for finding nearby services, locating friends & family, navigating, asset- and pet-tracking, dispatching, sports, games, and hobbies.
CitySense ist ein Produkt von Sense Networks, das wiederum von Wissenschaftlern der MIT und der Columbia University gegründet wurde. Das Unternehmen sammelt verfügbare Bewegungsdaten, beispielsweise von GPS, und aggregiert diese. Wohlgemerkt ohne personenbezogene Daten zu erheben. So verspricht es jedenfalls die Website.
Was dabei unter anderem herauskommt in eine Mobile App mit Hilfe derer man das Nachtleben von Städten in Echtzeit beobachten kann. Sense Networks bildet dafür sog. Tribes. Auf Basis von Yelp und Google kann dann eigesehen werden wo und wie sich mein Tribe (also Rock-Fans oder eher die HipHopper-Ecke) bewegt. So kann der Rocker sich nur die Rocker-Tribes anzeigen lassen und der HipHopper nur die Sprechgesang-Fraktion. Oder auch beide. Ein praktisches Anwendungsbeispiel wäre eine App für Studenten, die neu in einer Stadt sind und sich gleich ihren „Tribes“ anschließen möchten.
Noch ist die App im Alpha-Stadium und nur für Testzwecke für San Francisco verfügbar.
SceneTab SceneTab treibt das eben beschriebene Modell noch etwas weiter und bildet mit seinem Produkt eine sog. „GuyToGirl-Ratio“ ab.
Was bedeutet das und wie geht`s?
Scene Tab hat in 200 Bars und Kneipen in Chicago Kameras mit eingebauter Face-Recognition installiert. Diese spielt in Echtzeit Daten auf die Plattform zurück. Und zwar nicht nur wie viele Personen sich aktuell in der Location aufhalten sondern eben auch die Verteilung von Männern und Frauen.
D.h. der partywütige Bürger kann sich daheim bequem vom Sofa mit Hilfe seiner App anschauen, wo ist wie viel los und wo gibt’s die meisten Damen oder Herren zu bewundern.
Schöne neue Welt?
Nun dürfen wir bei all den schönen neuen Möglichkeiten natürlich das Datenschutzthema nicht ausklammern. Klar sollte sein: Vor allem bei dem Beispiel Scene Tab lassen sich Bewegungsprofile abbilden. Die Software braucht nur, jedem Gesicht eine ID zuzuordnen und schon kann der Betreiber zumindest Stammgäste von Gelegenheitsbesuchern samt Uhrzeit und Aufenthaltsdauer unterscheiden. In wie weit die Gäste darauf aufmerksam gemacht werden ist mir nicht bekannt. Und in wie weit das den amerikanischen Datenschutzbestimmungen entspricht erst recht nicht. Ist aber auch nicht mein Business. Darauf aufmerksam gemacht haben wollte ich aber zumindest.
Viel hören und lesen wir in den letzten Tagen über den sog. “Staatstrojaner” oder “Bundestrojaner”. Dieses Video erklärt in dreieinhalb Minuten worum es geht.
Mein Name ist Thorsten Ulmer. Ich bin selbstständiger Webdesigner und Social Web Enthusiast. Ich begleite Unternehmen von der Strategie bis zur Umsetzung auf ihrem Weg ins (soziale) Internet.